WBG Leipzig West AG: Bundesgerichtshof entscheidet für Anleger

Im Zusammenhang mit einer Anlage bei der Wohnungsbaugenossenschaft Leipzig West AG hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass der Mehrheitsaktionär den Anlegern auf Schadensersatz haftet. Die Wohnungsbaugenossenschaft Leipzig West AG (WBG) bot Kleinanlegern Inhaberschuldverschreibungen mit einem attraktiven, festen Zinssatz an. Das investierte Geld sollte in den Wohnungsbau fließen. Im Jahre 2006 wurde das Insolvenzverfahren über die Gesellschaft eröffnet. Aufgrund eingesammelter Gelder im hohen dreistelligen Millionenbereich handelte es sich um den größten Graumarktschaden des Jahres. Viele Anleger klagten auf Schadensersatz in Form einer Rückabwicklung ihrer Geldanlage. Der Bundesgerichtshof beurteilte einen der Prospekte der WBG nun als fehlerhaft. Geklagt hatte der Anleger gegen den damaligen Mehrheitsaktionär S. Dieser hatte mit der WBG einen sog. Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag abgeschlossen und konnte aufgrund dessen der WBG legal Kapital entziehen. Hierauf hatte der Prospekt jedoch nach den Ausführungen des Gerichts nicht ausreichend hingewiesen. Stellungnahme der Kanzlei Göddecke Das Urteil ist wegweisend für die Prospekthaftung bei Inhaberschuldverschreibungen ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK