Wenn das Arbeitsverhältnis beendet wird….

Der Chef bittet Sie in sein Büro und teilt Ihnen dort mit, dass er das Arbeitsverhältnis mit Ihnen beenden möchte. Was nun? Spiele ich das “Opferlamm” und lasse den Dingen seinen Lauf oder kämpfe ich? Und wenn ich nicht kampflos aufgeben will, was kann dann in dieser Situation mein Ziel sein?

Zuerst einmal heißt es in jedem Fall die Ruhe zu bewahren und nicht überstürzt zu handeln. Ist der Arbeitgeber offen für Vorschläge, ist zu überlegen, ob neben der Kündigung auch die Möglichkeit eines Aufhebungsvertrages oder eines Abwicklungsvertrages besteht. Ein Aufhebungsvertrag (contrarius consensus) wird in gegenseitigem Einvernehmen geschlossen und hebt den Arbeitsvertrag auf. Außerdem werden die Beendigungsmodalitäten geregelt. Neben der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden vielfach auch Regelungen über eine mögliche Freistellung, Urlaubsabgeltung oder das Zeugnis getroffen. Genauso kann er eine Vereinbarung über eine Abfindung enthalten. Ein Aufhebungsvertrag bedarf gemäß § 623 BGB der Schriftform.

Ob ein solcher Aufhebungsvertrag die richtige Wahl ist, hängt ganz individuell von der jeweiligen Situation des Arbeitnehmers ab. Einen gravierenden Nachteil hat der Arbeitnehmer dann zu befürchten, wenn er nach Verlust des Arbeitsplatzes Arbeitslosengeld beantragen muss: Denn dann hat er mit dem Eintritt einer Sperrzeit zu rechnen ...

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