Taliban, Diebe und das Leistungsschutzrecht – Christoph Keese und Kay Oberbeck im Streitgespräch

Die Diskussion um das umstrittene Leistungsschutzrecht hat einen neuen (aber sicher nicht letzten) Höhepunkt erreicht: “Google ist eine Art Taliban” überschreibt das Branchenblatt “Horizont” ein Interview mit Christoph Keese vom Axel Springer Verlag, “Verteidige Dein Netz” hält Google mit einer Kampagne dagegen und ruft die Bürger aka Internetnutzer zum Protest gegen das Leistungsschutzrecht auf. Mit immer stärkeren Worten und größeren Aktionen beharken sich dessen Befürworter und Gegner gegenseitig.

Der jüngste Showdown: Ein Streitgespräch zwischen Christoph Keese, Konzerngeschäftsführer Public Affairs der Axel Springer AG und Befürworter des geplanten Leistungsschutzrechts, und Kay Oberbeck, Kommunikationschef von Google in Deutschland und als solcher naturgemäß kein Freund des Gesetzesvorhabens. Moderiert von Cherno Jobatey diskutierten Keese und Oberbeck am 6. Dezember eine knappe Stunde lang im Berliner BASE_camp im Rahmen der Veranstaltungsreihe UdlDigital über das Leistungsschutzrecht – Sachar Kriwoj und Karolin Quandt von E-Plus hatten Keese und Oberbeck an einen Tisch gebracht.

Ich habe das Streitgespräch nach Rücksprache mit Sachar Kriwoj als Audiofile mitgeschnitten – et voilà, hier ist es zu hören:

Punchline: In der Sache ist man sich nicht näher gekommen, aber immerhin hat man beiderseitig versichert, dass man an einer Versachlichung der Diskussion interessiert sei. Ob dies wirklich geschehen wird bleibt abzuwarten – aber gut tun würde es der Sache sicherlich.

Keese und Oberbeck sind als Personen die wohl jeweils profiliertesten “Für- und Gegensprecher” des Leistungsschutzrechtes ...

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