Steuerstrafrecht: Schweizer Banken wollen sich im Zweifel von deutschen Kunden trennen

Vorerst ist das Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz im Bundesrat gescheitert. Die Banken in der Schweiz bereiten sich bereits jetzt für den Fall vor, dass das Abkommen endgültig scheitert. Dabei wollen sich die Banken wohl von Schwarzgeldern aus Deutschland vollständig distanzieren.

So wollen die Geldhäuser ihren Kunden, im Falle eines Scheiterns des Abkommens, zu einer Selbstanzeige beim Finanzamt raten. Danach wäre das Vermögen legal und könnte weitere in der Schweiz angelegt werden. Sollten die Kunden diesem Rat nicht folgen, wollen die Banken daraus Konsequenzen ziehen, bis hin zur Kündigung. Ähnlich reagierten die Banken bereits nach Verschärfungen des US-Steuergesetzes mit US-Kunden. Um nicht selbst gegen die komplizierten Regeln des amerikanischen Rechts zu verstoßen, kündigten sie ihren US-Kunden kurzerhand die Konten.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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