McAfee aufgetaucht und eingelocht.

In meinem letzten Blogbeitrag hatte ich von der wundersamen Flucht des unter Mordverdacht stehenden John McAfee berichtet und davon, dass er möglicherweise in Guatemala Unterschlupf gefunden hat. Wie spiegel-online gestern berichtete, war die Information diesmal keine Finte und möglicherweise das Ende der von McAfee initiierten Schnitzeljagd gegen die belizische Justiz.

McAfee zeigte sich am Mittwoch, dem 5.12.12, bei laufenden Kameras vor dem Obersten Gerichtshof in Guatemala-Stadt und erklärte auf einer Art Pressekonferenz, er wolle in Guatemala politisches Asyl beantragen, während aus Kreisen des Außenministeriums die Botschaft durchsickerte, man wolle den Asylantrag – wenn er denn gestellt sei – prüfen. Es gebe keine Gründe, McAfee zu verhaften, da er nicht gegen Landesgesetzte verstoßen habe. Nun ist er doch im staatlichen Virenschutzprogramm hängen geblieben. Nur wenige Stunden nach seiner Pressekonferenz wurde McAfee eingelocht –wegen Verstoßes gegen die Einwanderungsbestimmungen von Guatemala. Ein Sprecher des guatemaltekischen Präsidenten, Francisco Cuevas, teilte CNN mit, McAfee werde in Gewahrsam bleiben, bis über eine mögliche Ausweisung in die USA entschieden sei.

Genau aber dahin will McAfee, der in besagter Pressekonferenz noch mitgeteilt hatte, er habe immer noch seinen US-Pass und kein Problem mit den USA, nicht. Denn es könnte gut sein, dass die US-Justiz ein Problem mit ihm hat.

Zum einen natürlich, weil McAfee ja im Verdacht steht seinen Nachbarn, einen US-Amerikaner - wenn auch in Belize - erschossen zu haben, was sicherlich auch in den USA verfolgbar wäre. Zum anderen, weil ihm in den USA ein wohlmöglich millionenschwerer Schadensersatzprozess droht, der auf eines seiner früheren, abenteuerlichen Hobbys fußt und der schon im Jahre 2008 der Grund für McAfee gewesen sein kann, die USA in Richtung Belize zu verlassen ...

Zum vollständigen Artikel

  • Flucht nach Guatemala: Polizei nimmt Software-Guru McAfee fest

    spiegel.de - 5 Leser - John McAfee wollte in Guatemala Asyl beantragen. Doch nur wenige Stunden nach seiner Ankündigung sitzt der Software-Millionär in Haft: Die Polizei in dem mittelamerikanischen Land hat den 67-Jährigen festgenommen. Er habe gegen das Einwanderungsgesetz verstoßen.

  • Verdacht gegen John McAfee: Vom Viren-Jäger zum Gejagten

    spiegel.de - 5 Leser - John McAfee verdiente mit seiner IT-Firma Millionen, kaufte Häuser, ging riskanten Hobbys nach und forschte seit 2008 in Belize mit tropischen Pflanzen. Seit Monaten hat er Ärger mit Polizei und Anwohnern. Nun ist sein Nachbar tot - und McAfee abgetaucht.

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK