Vorsicht bei Verkauf und Werbung mit GOTS-Siegel

Der Verkauf von Textilien kann eine politische Angelegenheit sein. Wenn T-Shirts von Kinderhänden in Südostasien oder in chemisch aufwendigen und umweltschädlichen Verfahren hergestellt werden, so ist dies ein Kaufhindernis für viele Verbraucher. Händler möchten deshalb gerne damit werben, dass die von ihnen verkaufte Kleidung umwelt- und sozialverträglich hergestellt und gehandelt wird. Doch nur wenn dies stimmt, ist dies auch zulässig. Am Beispiel des GOTS-Siegels zeigt die IT-Recht Kanzlei, welchen Problemen Unternehmen besser aus dem Weg gehen sollten.

I. Soziale- und umweltverträgliche Mode im Trend

Nicht nur beim laufenden Weihnachtsgeschäft sondern auch in den übrigen Jahreszeiten boomt der Verkauf von „Ökokleidung“. Damit sind Textilien gemeint, die auf ökologischer und sozialverträglicher Basis produziert werden. Dies kann umfassen den sozial- und umweltverträglichen An- und Abbau der Rohstoffe bis hin zur umweltschonenden Herstellung sowie dem fairen Handel. Verbraucher interessieren sich immer mehr für solche Kleidung und sind bereit, hierfür tiefer in die Tasche zu greifen. Daher ist der Trend auch für viele Produzenten und Händler von Interesse. Allerdings sieht man der Jeans oder dem T-Shirt per se nicht an, ob sie nach solchen „guten“ Standards hergestellt und gehandelt worden sind. Aus diesem Grund gibt es diverse Label, Siegel oder Zertifikate, die dies nachweisen sollen. Zur Bekämpfung des Missbrauchs und zum Schutz der Integrität dieser Gütezeichen mahnen solche Organisationen Unternehmen ab, die unberechtigterweise mit den Zeichen ihre Waren kennzeichnen oder damit werben. Eines dieser angesprochenen Textilsiegel ist der „Global Organic Textile Standard“ (kurz: GOTS). Zuletzt hat sich die dahinter stehende Organisation mit einer Reihe von Abmahnungen gegen den Missbrauch des Siegels gewehrt.

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