Oxford Tales V: Grundzüge des Jurastudiums in Oxford

In der Reihe „Oxford Tales“ berichte ich in loser Folge über verschiedene Aspekte meines Erasmusaufenthalts an der University of Oxford. Michaelmas, der erste Term des akademischen Jahres, ist bereits vorbei. Ein Term dauert nur acht Wochen. Am Ende des Terms wird man aus seinem Collegezimmer mehr oder weniger rausgeworfen. Außer man bekommt die so genannte vacation residence für die Ferien gewährt. Das Somerville College braucht aber fast alle Räume für Studien-platzbewerber, die im Dezember für Bewerbungsgespräche (interviews) ins College kommen. So bin ich letzten Samstag nach Deutschland zurückgekehrt. Das gibt mir Zeit, ein bisschen über die Grundzüge des englischen Jurastudiums zu schreiben, bevor ich in weiteren Beiträgen über meine eigenen Erfahrungen damit berichte. Wer normal in Oxford Jura studiert, macht den dreijährigen BA in Jurisprudence. Im ersten Jahr lernen die Studenten folgende Fächer: Roman Law (als Einführung ins Privatrecht) Constitutional Law Criminal Law Am Ende des ersten Jahres gibt es dreistündige Prüfungen in diesen drei Fächern (Law Moderations). Im zweiten und dritten Jahr müssen die Studenten folgende Fächer belegen: Administrative Law Contract Law Jurisprudence Land Law Tort Law Trusts EU Law zwei weitere Standardfächer (z.B. Arbeits-, Familien- oder Unternehmensrecht) Am Ende des dritten Jahres werden dreistündige Prüfungen in diesen neun Fächern abgehalten. Dabei müssen die Studenten in jedem Fach vier von zehn Fragen beantworten. Die Prüfungen unterscheiden sich deutlich von denen des deutschen Staatsexamens. Die Prüfungsfragen des BA sind grundsätzlich Essayfragen. Es wird bspw. gefragt, ob und wie die Gerichte ein bestimmtes ...
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Veröffentlicht im Blog De lege lata.
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