Von der Eitelkeit, oder: Wie ticken und bloggen Berliner Blawger (Teil 2)

Bislang gab es keine veröffentlichte Untersuchung über “Lawblogger” in Deutschland – warum sie bloggen, was sie sich vom Bloggen versprechen, was sie bewirken wollen (wollen sie überhaupt etwas bewirken?), welche Technik sie einsetzen, welchen Aufwand sie betreiben und welche Erfahrungen sie mit dem Bloggen gemacht haben. Dieser Mangel ist überraschend, spielen Blogs bei der Vermittlung rechtlicher Themen und der Kommunikation von Juristen doch längst in vielen Bereichen eine relevante Rolle.

Zehn Berliner Lawblogger waren so freundlich, sich nun in die Karten schauen zu lassen und auf meine Anfrage hin einen 25teiligen Fragebogen auszufüllen. Andreas Jede, Carsten R. Hoenig, Christoph Endell, Jana Moser, Marco Junk, Marko Dörre, Sebastian Dramburg, Thomas Schwenke, Tibor Schober, ein(e) weitere(r) anonyme(r) Blawger(in) und meine Wenigkeit kommen zusammen auf mehr als 52 Jahre Blogger-Erfahrung; wir haben insgesamt rund 8.000 Blogpostings geschrieben bzw. verantwortet, auf die knapp 30.000 Kommentare von Lesern eingegangen sind.

Im ersten Teil dieser kleinen Artikelserie habe ich die Umfrageergebnisse zur thematischen Ausrichtung der befragten Blawger, den von ihnen beruflich und privat bevorzugten Social Media Plattformen, das Maß ihrer Nutzung von jurablogs.de und ihre Meinung zu jurablogs.de veröffentlicht. In diesem zweiten Teil folgen nun die Umfrageergebnisse zu den Gründen, warum Blawger bloggen, dem Stellenwert des Bloggens für die befragten Blawger, ihren Zielen, dem von ihnen betriebenen Aufwand, negativen Erfahrungen beim Bloggen, Content-Strategien und schließlich die Einschätzung der befragten Blawger zum derzeitigen Zustand der Blawgosphäre.

Was ist die Motivation für das Bloggen?

Bloggende Anwälte begegnen regelmäßig einem ganz bestimmten Vorurteil: Sie würden nur Bloggen, um neue Mandate zu gewinnen – also zu Akquisezwecken ...

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