Polizeigewalt: Rosenheimer Polizeichef vor dem Landgericht angeklagt

Der Rosenheimer Polizeichef muss sich in einem Prozess vor dem Landgericht Traunstein wegen Körperverletzung im Amt verantworten. Er soll vor rund einem Jahr einen 15-jährigen Schüler auf der Polizeiwache mit Tritten und Schlägen körperlich misshandelt haben. Auch soll der 50-jährige Angeklagte den gefesselten Jungen mehrfach mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen haben. Der Schüler hatte eine Platzwunde, verlor einen Zahn und war drei Wochen krankgeschrieben.

Vor dem Landgericht Traunstein legte der Angeklagte ein Teilgeständnis ab. Er habe den Jungen geohrfeigt und getreten. Er sehe auch ein, dass dies falsch gewesen sei. Den Jungen gegen die Wand geschlagen zu haben, bestritt der Mann jedoch. Als Grund für die körperliche Misshandlung gab der Angeklagte an, dass er sich vom Schüler beleidigt fühlte. So soll er ihn als „Hurensohn“ beschimpft haben. Dies bestreitet der 15-Jährige jedoch wiederum. Der Angeklagte ist momentan vom Dienst suspendiert und befindet sich in psychiatrischer Behandlung.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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