Manche Verfahren machen ärgerlich…- der Behinderte als Reisemangel?

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Erst wollte ich schreiben: “Manchmal könnte man k…….”, fand das dann aber zu drastisch als Überschrift und habe mich dann für “Manche Verfahren machen ärgerlich ….” entschieden. Aber vorweg: Hier geht es nicht um die Entscheidung in dem Verfahren AG München, Urt. v. 01.12.2011, 223 C 17592/11, über das das AG mit seiner Pressemitteilung Nr. 57/2012 26.11.2012 berichtet hat, sondern um den Verfahrensgegenstand, der im Jurion-Nachrichtendienst überschrieben war mit: “Behinderte Mitreisende ist kein Reisemangel.” In der PM heißt es:

“Ein Reiseunternehmen schuldet keine nicht behinderten Mitreisenden. Der Umstand, dass manche Menschen eine intensivere Betreuung durch die Reiseleitung erfordern, ist kein Reisemangel. Das hat das AG München mit einem Urteil entschieden.

Ein Ehepaar reiste im November 2010 für drei Wochen nach Südafrika. Gebucht war eine Studienreise zum Preis von 9990 Euro. Die Reise stand unter keinem ganz günstigen Stern. So verzögerte sich der Hinflug um 4 Stunden und 45 Minuten, wodurch der für diesen Tag geplante Ausflug erst am nächsten Tag stattfand. Auch das Bad des Hotels in Kapstadt, in dem das Paar drei Nächte verbrachte, wies Schimmelbefall auf. Auf der Fahrt nach Pretoria kam es zu einer Buspanne, wodurch sich die Stadtbesichtigung dort auf 30 Minuten verkürzte. Auf die Beschwerden der Reisenden hin bezahlte das Reiseunternehmen 285 Euro und übersandte einen Reisegutschein in Höhe von 200 Euro. Das genügte dem Ehepaar nicht. Sie verlangten weitere 714 Euro. Sie bemängelten, dass die ansonsten gute Reiseleitung mit einer schwerstbehinderten, beinahe blinden Mitreisenden beschäftigt und dadurch weniger präsent gewesen sei ...

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