Insolvenz im Ausland?

Insolvenz im Ausland? Lohnt das?

Häufig stellt man uns die Frage, ob eine Insolvenz im Ausland sinnvoller ist, als in Deutschland.

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass nach Artikel 21 des Vertrages über die Arbeitsweise der EU jeder Unionsbürger das Recht hat, sich im Hoheitsgebiet frei zu bewegen und aufzuhalten. Damit lässt sich auch das Insolvenzrecht eines anderen Landes in Anspruch nehmen. Es stellt sich jedoch immer die Frage, ob das in- oder ausländische Insolvenzgericht zuständig ist. Die Zuständigkeit ergibt sich aus dem sog. Comi (center of main interest (Mittelpunkt der hauptsächlichen Interessen)). Demnach muss man sich für die Zuständigkeit folgende Fragen stellen:

Wo lebt der Schuldner? Wo arbeitet er? Spricht er die Landessprache? Welche sozialen Kontakte unterhält er?

Nur dann, wenn die Fragen in Bezug auf das Land, in welchem der Antrag gestellt wird, “positiv” beantwortet werden kann, befindet sich der Comi in diesem Land. Damit reicht es grundsätzlich nicht aus, den Wohnsitz einfach ins Ausland zu verlegen. Eine Insolvenz im Ausland wäre noch nicht möglich.

Warum sollte überhaupt eine Insolvenz im Ausland anstrebar sein? Ganz einfach: In einigen Ländern erhält man die Restschuldbefreiung früher oder “günstiger”, als in Deutschland (Restschuldbefreiung nach 6 Jahren).

Spanien: Restschuldbefreiung max. in Höhe von 50 % ...Zum vollständigen Artikel


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