Für das Denken bezahlen wir nicht

Auf dem Simple Justice Blog des New Yorker Strafverteidigers Scott H. Greenfield habe ich einen interessanten Gedanken gefunden. Unter dem Titel “No Code For Thinking” weist er darauf hin, dass es kaum möglich ist, in einer Zeitabrechnung einfach Zeiten für das Nachdenken aufzuführen. Man muss diese Zeiten dann unter anderen Aktivitäten verstecken, wie etwa “Akte durcharbeiten” und ähnliches.

Dabei ist Denken doch nichts Schlechtes? Warum ist es kein Posten, den man als sochen abrechnen kann?

Abgerechnet werden in aller Regel Dinge, die ein gewisses Maß an Aktivität erfordern (oder zumindest den Anschein hervorrufen). Dabei ist Denken doch gerade bei Anwälten die zentrale Anforderung. Kaum ein Anwalt wird für alle Fallkonstellationen eine Lösung sofort parat haben (und wenn, ist das doch auch eine Denkleistung).

Wo liegt das Problem? Wahrscheinlich darin, dass man nicht erkennen kann, ob jemand gerade über den Fall nachdenkt oder von der letzten Nacht (oder sonstwas) träumt. Wenn die Peron aber wenigstens die Akte vor sich liegen hat und darin blättert, so hat man einen (zumindest scheinbaren) Nachweis, das die Person an der Akte arbeitet ...

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