Ein Datenkartell entsteht: Facebook kooperiert mit Datalogix

Die Datengiganten Facebook und Datalogix arbeiten zusammen, um das Konsumentenverhalten von Facebook-Nutzern in den USA zu überwachen.

Datalogix unterhält eine der größten Datensammlungen zum Kaufverhalten der Amerikaner. Diese Daten sollen mit Daten abgeglichen werden, die Facebook über die Wahrnehmung von Werbeanzeigen erhebt. Dass diese Kooperation im kommenden Jahr auf Europa ausgeweitet werden soll, versetzt Datenschützer in Unruhe.

Wer ist Datalogix?

Das Unternehmen ist auch in den USA weitgehend unbekannt und hält sich bei Presseanfragen meistens bedeckt. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2002. Seitdem hat es Geschäftsbeziehungen mit über 1000 Einzelhandelskonzernen in den USA aufgebaut. Durch Rabattprogramme, Treue- und Kundenkarten bezieht Datalogix Erkenntnisse über das Kaufverhalten von ca. 70 Millionen US-Haushalten. Insgesamt analysiert das Unternehmen jährlich Einkäufe mit mehr als einer Billion US-Dollar Umsatz. Damit verfügt es über eine der größten Kundendatenbanken dieser Art.

Der Data-Broker hat sich 2009 in Datalogix umbenannt und verfolgt nun eine neue Geschäftsstrategie: Die offline gewonnen Daten sollen mit online-Daten verknüpft werden.

That is the key theme – connecting the dots between digital media and offline product sales,

erklärte CEO Eric Roza gegenüber der „Financial Times“.

Facebook kauft Daten ein!

Facebook steht seit dem Börsengang unter enormen Druck, die Effizienz des eigenen, jährlich 3,7 Milliarden US-Dollar schweren Anzeigengeschäftes zu belegen. So wurde kurz vor dem Börsengang bekannt, dass General Motors seine Werbung auf dem sozialen Netzwerk komplett einstellt. Laut „Spiegel“ heißt die Begründung: Anzeigen dort bringen nichts.

Bislang war Facebook nur in der Lage, seinen Werbekunden mitzuteilen, wie oft eine Werbung angeklickt wurde ...

Zum vollständigen Artikel

  • Dämpfer vor Börsengang: General Motors stoppt Werbung bei Facebook

    spiegel.de - 4 Leser - Die Nachricht kommt zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt. Kurz vor dem Facebook-Börsengang wird bekannt, dass der Opel-Mutterkonzern General Motors seine Werbung auf dem sozialen Netzwerk komplett stoppen will. Begründung: Anzeigen dort bringen nichts.

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK