Debcon, mal wieder

Nachdem die Debcon GmbH in der Vergangenheit im Frühjahr in Untervollmacht der Kanzlei Urmann + Collegen direkt an anwaltlich vertretene Abgemahnte wandte (http://conlegi.de/?p=3137), macht sie nun angeblich von der Kanzlei BAEK LAW gekaufte Forderungen geltend.

Interessant ist, daß sie nicht etwa behauptet, die Forderung von der (angeblichen?) Rechteinhaberin erworben zu haben, sondern direkt von den Anwälten. Nachweise liegen dem Schreiben keine bei.

Die behauptete Konstruktion ist rechtlich zumindest seltsam, da der Anspruch auf Schadensersatz und Ersatz der Anwaltskosten, sofern er im konkreten Fall tatsächlich besteht, den Rechteinhabern selbst zusteht. Die Behauptung, daß die Forderung direkt von den Anwälten gekauft wurde, läßt die Sache dann schon etwas ungewöhnlich erscheinen. Dies würde bedeuten, daß die Anwälte die Forderung von der Rechteinhaberin erworben und sodann weiterverkauft haben, oder daß aufgrund einer nicht bekannten internen Vereinbarung die Forderung von Anfang an nie bei der Auftraggeberin, sondern bei der Kanzlei direkt bestand.

Weiter fällt auf, daß die abgebende Kanzlei BAEK LAW die Debcon nach deren Angaben zwar über die Nichtzahlung des vorgeschlagenen Vergleichsbetrags informiert hat, aber ansonsten für die Bewertung wichtige Faktoren wie z.B. die Gründe für die Nichtzahlung nicht mitgeteilt zu haben scheint. Anders läßt sich der Satz „Ihr Verhalten können wir nicht verstehen“ kaum erklären ...

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