Auch das geht: Betriebsrat auf dem Traumschiff

Das “Traumschiff” kennt jeder: Die MS Deutschland ist das einzige Kreuzfahrtschiff, das unter deutscher Flagge auf den Weltmeeren unterwegs ist. Im Sommer wurde bekannt, dass Reederei Deilmann und Mehrheitseigner Aurelius die Ausflaggung des Schiffes planen. Aus Kostengründen soll das Schiff zukünftig unter der Flagge Maltas fahren. Ausflaggungen ermöglichen Reedern etwa, die Schiffsbesatzung ohne die im Inland anzuwendenen Tarifbestimmungen oder Sozialangaben anzuheuern. Sogar die Bundesregierung mischte sich protestierend in Person ihres maritimen Koordinators Hans-Joachim Otto ein.

Nun wurde bekannt, dass die Besatzung der MS Deutschland einen Betriebsrat gewählt hat. Wobei es richtigerweise Bordvertretung heißen müsste.Die Bordvertretung ist auf einem Schiff diejenige Institution, die in einem Betrieb an Land der Betriebsrat wäre. Dagegen spricht man von Seebetriebsrat als derjenigen Vertretung, die in einem Seeschifffahrtsunternehmen für die Gesamtheit der Schiffe des Unternehmens zuständig ist. Geregelt ist diese Seenschifffahrtsmitbestimmung in einem abgelegenen Abschnitt des Betriebsverfassungsgesetzes, in den sich gemeine Landratten wie wir so gut wie nie verirren, den §§ 114-116 BetrVG ...

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