Zahnreinigung und Bleaching gibt es nur in Zahnarztpraxen

Eine Zahnmedizinische Fachassistentin (ZFA) darf nicht selbstständig in einem Zahnkosmetikstudio Zahnreinigungen im Airflow-Verfahren sowie Bleaching mit Präparaten mit einem Wasserstoffperoxid von mehr als 6% durchführen, so das OLG Frankfurt am Main in einer Entscheidung vom 01.03.2012 (AZ: 6U264/10).

Der Fall:

Eine ausgebildete Zahnarzthelferin mit einer Zusatzausbildung als zahnmedizinische Fachassistentin arbeitete in einer Zahnarztpraxis und betrieb daneben ein Zahnkosmetikstudio als selbstständige gewerbliche Tätigkeit. Dort bot sie unter anderem Zahnreinigungen, das heißt die Beseitigung supragingivaler Ablagerungen auf den Zähnen mittels Airflow und Bleaching unter Verwendung eines Präparates mit einem Wasserstoffperoxidgehalt von mehr als 6 % an.

Die Entscheidung:

Das Gericht stellte klar, dass sowohl die Zahnreinigung mittels Airflow als auch das Bleaching mit einem Wasserstoffperoxidgehalt von mehr als 6 % als „Ausübung der Zahnheilkunde“ im Sinne des § 1 Abs. 3 des Gesetzes zur Ausübung der Zahnheilkunde (ZHG) anzusehen sind. Diese Tätigkeiten stehen damit unter dem Approbationsvorbehalt des § 1 Abs ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK