Wie stur kann man denn eigentlich sein?

Diese Frage stellt man sich unwillkürlich, wenn man das Urteil des Arbeitsgerichts Cottbus liest, auf das Rechtsanwalt Frank Reinel hier hinweist. Ein Möbelhaus hatte im April 2011 die Entscheidung getroffen, dass ab September 2011 die Mitarbeiter im Verkauf und Information in einer einheitlichen Dienstbekleidung erscheinen sollten. Diese Dienstbekleidung bestand aus schwarzen Hosen oder Rücken, weißen Hemden oder Blusen, dunkelfarbigen Schuhen und bei Männern aus einem roten Bindern und bei Frauen ein rotes Tuch. Binder und Tuch wurden vom Unternehmen zur Verfügung gestellt. Die restliche Kleidung sollten sich die Mitarbeiter selbst beschaffen und erhielten gegen Beleg eine einmalige Zuzahlung in Höhe von 200 €.

Eine Mitarbeiterin, die sich im Krankenschein befunden hatte, erschien am 04.10.2011 ohne eine den Vorgaben entsprechende Bekleidung. Sie erhielt daraufhin eine Abmahnung und wurde zum Zweck des Erwerbs einer entsprechenden Dienstkleidung für diesen Tag von der Arbeit freigestellt. Am darauf folgenden Tag erschien die Mitarbeiterin wieder ohne die Dienstbekleidung. Sie erhielt daraufhin nochmals eine Abmahnung, in der ihr die Kündigung angedroht wurde, falls sie am 11.10.2011 nicht in der vorgegebenen Dienstkleidung erscheint. Sie werden es aber einen, die Mitarbeiterin erschien auch am 11.10.2011 nicht in einer den Vorgaben entsprechenden Bekleidung. Daraufhin erhielt sie die ordentliche Kündigung zum 31.03.2012 ...

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