Fallen Sie nicht auf diese Scheidungsirrtümer herein!

Jede dritte Ehe wird geschieden. Umso erstaunlicher ist es, wie viele Irrtümer und Mythen sich immer noch um die Scheidung ranken. Im Folgenden werden einige populäre Scheidungsmärchen aufgeklärt:

“Kurzehen können einfach wieder aufgehoben werden.”

Immer wieder kommt es vor, dass die Ehepartner wenige Tage nach Eheschluss die Heirat reuen. Weil die Ehe aber nur von sehr kurzer Dauer gewesen sei, könne sie vor dem Standesamt wieder annulliert werden – so ein verbreiteter Volksglaube. Richtig ist zwar, dass eine Ehe auch ohne Scheidung aufgehoben werden kann; das kommt aber nur in sehr eng umgrenzten Ausnahmefällen vor, z.B. wenn man mit Gewalt, Drohung oder arglistige Täuschung zum Eheschluss bestimmt worden ist. In aller Regel führt aber kein Weg um die Scheidung, wenn das Ehebund wieder zerschnitten werden soll – das gilt sowohl für Ehen, die erst 1 Tag alt sind, als auch für solche, die schon 50 Jahre bestehen.

“Ohne meine Zustimmung ist eine Scheidung nicht möglich!”

Auch das ist nicht richtig. Eine Scheidung ist immer dann möglich, wenn die Ehe gescheitert ist; ob ein Ehepartner mit der Scheidung einverstanden ist, spielt dafür keine Rolle. Das Scheitern der Ehe lässt sich aber bei Einvernehmlichkeit einfacher nachweisen: Dann gilt eine Ehe nämlich schon nach einem Trennungsjahr als gescheitert. Stimmt ein Ehepartner nicht der Scheidung zu, gilt sie nach drei Trennungsjahren als gescheitert.

“Wir wollen uns einvernehmlich scheiden. Deshalb können wir auf einen Anwalt verzichten.”

Falsch! In Deutschland herrscht für die Scheidung Anwaltszwang. D.h. dass zumindest der Partner, der den Scheidungsantrag einreicht, anwaltlich vertreten sein muss ...

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