Doppelt genäht hält nicht immer besser

Die Kindesmutter beantragte sowohl im Wege der einstweiligen Anordnung als auch in der Hauptsache die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts für das gemeinsame Kind der Beteiligten auf sich.

VKH wurde nur für das eAo-Verfahren, nicht auch für das Hauptsacheverfahren bewilligt.

Das OLG Saarbrücken dazu:

Der Senat teilt unter den hier obwaltenden Einzelfallumständen die der Nichtabhilfe zu Grunde gelegte Wertung des Familiengerichts, dass ein verständiger und kostenbewusst handelnder, nicht hilfsbedürftiger Beteiligter in der Situation der Antragstellerin jedenfalls zunächst von der gleichzeitigen Einleitung eines Hauptsacheverfahrens abgesehen und abgewartet hätte, ob das weitere Verhalten des Antragsgegners hierfür Anlass bieten wird. Dies gilt umso mehr, als die Antragstellerin - was auch das Familiengericht im angegangenen Beschluss zutreffend in den Blick genommen hat - im hier zur Beurteilung des Senats stehenden Hauptsacheverfahren bis zur eigenen Abstandnahme von ihrem Antrag keinen belastbaren Grund für die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts dargetan hat ...

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