Abbruch eines Auswahlverfahrens

Wenn ein Auswahlverfahren aus einem sachlichen Grund, zu dem auch Zweifel an der Eignung des einzigen Bewerbers gehören, abgebrochen wird, muss ein solcher Verfahrensabbruch und die dafür relevanten Erwägungen aber in den Akten dokumentiert und der Bewerber zeitnah unmissverständlich darüber informiert werden.

Mit dieser Begründung hat das Verwaltungsgericht Mainz in dem hier vorliegenden Fall dem Land Rheinland-Pfalz im Wege der einstweiligen Anordnung untersagt, die Stelle eines Oberstudiendirektors am Frauenlob-Gymnasium Mainz mit dem von ihm ausgewählten Bewerber (Beigeladener) zu besetzen. Im Juli 2011 schrieb das Land die Schulleiterstelle aus. Neben dem Antragsteller bewarben sich zwei weitere Bewerberinnen, von denen eine ihre Bewerbung bereits kurze Zeit nach Eröffnung des Auswahlverfahrens zurückzog. Nachdem die andere Bewerberin und der Antragsteller im Dezember 2011 einer sogenannten schulfachlichen Überprüfung (Unterrichtsmitschau, Dienstbesprechung, Kolloquium) unterzogen worden waren, zog auch diese Bewerberin ihre Bewerbung zurück. Das Land entschloss sich sodann, die Stelle erneut auszuschreiben, weil der Antragsteller als einziger verbliebener Bewerber im schulfachlichen Überprüfungsverfahren nicht habe überzeugen können.

Im Februar 2012 wurde die Stelle erneut ausgeschrieben ...

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