Ratgeber Jurastudium von RA Hollweck (Berlin) – Wie man es nicht machen sollte!

Herr Rechtsanwalt Hollweck (Berlin) hat auf seiner eigenen Internetseite einige “Ratgeber” publiziert. Darunter auch den folgenden:

Das Jurastudium Wie studiere ich Jura? Ein Ratgeber zum Jurastudium für Studenten der Rechtswissenschaften

Als Lehrbeauftragter der juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin horche ich bei solchen Beiträgen natürlich auf. Um ein Ergebnis vorweg zu nehmen: Nein Herr Kollege Hollweck, dieser “Ratgeber” hat nicht das Prädikat “empfehlenswert” verdient! Er ist in weiten Teilen sogar gefährlich, weil der Autor im Grundtenor dem Studium jede Wissenschaftlichkeit austreiben will. Studenten sollen zu Falllösungsmaschinen werden und so ihr Examen meistern. Nur in wenigen Punkten ist dem Autor zuzustimmen.

Meine Anmerkungen erfolgen auch gerade in Kenntnis des Studiums und der Anforderungen an heutige Studenten, aber auch in Angst um den Verlust des letzten Funken Wissenschaftlichkeit des Studiums aus purer Examensfixiertheit (vgl. nur die Beiträge auf …jurabilis! hier und hier).

Zu Beginn versucht der Autor die Schwierigkeit des Studiums plastisch zu machen:

Gerade zu Beginn des Jurastudiums fühlt sich der neu eingestiegene Jurastudent von der übermäßig hohen Stofffülle geradezu erschlagen. [...] Jeder Professor empfiehlt für sein Fachgebiet mehrere Lehrbücher, in der Regel ein oder zwei sehr umfangreiche Werke, und ein paar mit geringerer Seitenanzahl. [...] Jedes einzelne Jura-Fachbuch kann dabei einen Umfang von 500 bis 700 Seiten haben, [...]. Doch auch die kleineren Einstiegsbücher bzw. Grundlagenwerke haben bereist einen Seitenumfang von ca. 300 Seiten. [...] Nun beginnt das Problem, das den Jurastudenten bis an sein Studiumsende begleiten wird: Der kaum zu bewältigende Stoffumfang ...

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