Eintragung im elektronischen Rechtsanwaltsverzeichnis

Nach § 31 Abs. 1 Satz 1 BRAO hat die Rechtsanwaltskammer ein elektronisches Verzeichnis der in ihrem Bezirk zugelassenen Rechtsanwälte zu führen. In dieses Verzeichnis ist (u.a.) die Kanzleianschrift einzutragen (§ 31 Abs. 3 BRAO).

Der Rechtsanwaltskammer steht hinsichtlich der Fragen, ob und in welcher Form die Kanzleianschrift des Rechtsanwalts zu veröffentlichen ist, kein Ermessen zu.

Die Einsicht in dieses Verzeichnis steht jedem unentgeltlich zu (§ 31 Abs. 1 Satz 4 BRAO). Auch insoweit räumt das Gesetz der Kammer kein Ermessen ein. Für ein wie auch immer geartetes Mitspracherecht des Rechtsanwalts ist ebenfalls kein Raum.

Für die Frage der Zulässigkeit einer Unterlassungsklage des Rechtsanwalts gegen die Rechtsanwaltskammer ist es nicht unerheblich, ob die Betreiber von privaten Internetverzeichnissen, welche die Daten des Rechtsanwalts zwischenzeitlich ebenfalls enthalten, diese von der Rechtsanwaltskammer erhalten oder aber selbst dem öffentlich zugänglichen Verzeichnis entnommen hätten. Die Rechtsanwaltskammer kann die Einsichtnahme in das Anwaltsverzeichnis gemäß § 31 Abs. 1 Satz 4 BRAO nicht verhindern ...

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