Die Wahrheit des Strafprozesses ist nicht die des Zivilprozesses – Der Fall Kachelmann zum zweiten

Nachdem das Landgericht Mannheim im Frühjahr vergangenen Jahres den Wettermoderator Jörg Kachelmann (sein Buch zum Prozess habe ich nicht gelesen und werde es vermutlich auch nicht lesen) nach dem Grundsatz "Im Zweifel für den Angeklagten" vom Vorwurf der Vergewaltigung in einem von großem Medieninteresse begleiteten Strafprozess freigesprochen hat, wird die Frage, ob er seine ehemalige Lebensgefährtin vergewaltigt hat, nunmehr nochmals das Landgericht Frankfurt am Main in einem zivilrechtlichen Schadensersatzprozess beschäftigen, den der Freigesprochene jetzt gegen die frühere Belastungszeugen betreibt. Sollte im nunmehrigen Zivilprozess das Gericht zu dem Ergebnis kommen, dass die Zeugin im Strafprozess vorsätzlich falsch ausgesagt hat, wird es diese antragsgemäß zu den dem früheren Angeklagten im Zuge seiner Verteidigung entstandenen Gutachterkosten verurteilen.

Wie dies sein kann, leuchtet auf den ersten Blick nicht ein. Das Landgericht Frankfurt am Main im Zivilverfahren als Superrevisionsinstanz? Keineswegs ...

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