Vergewaltigung: Frauenarzt wegen sexuellen Übergriffen angeklagt

Ein 74-jähriger Professor soll im Behandlungszimmer mehrere Frauen sexuell missbraucht haben. Laut Staatsanwaltschaft soll der Arzt im Klinikum Hildburghausen unter Ausnutzung einer hilflosen Lage eine Frau nach einer Operation sogar vergewaltigt haben. Mindestens fünf weitere Frauen brachten Sexualdelikte gegen den Arzt zur Anzeige.

Der Arzt stand bereits wegen ähnlichen Vorwürfen vor Gericht. Im Jahr 2010 wurde er wegen sexuellen Missbrauchs einer 34-Jährigen zu einem Jahr und zwei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Hiergegen legte die Strafverteidigung jedoch Rechtsmittel ein, so dass die Verurteilung noch nicht rechtskräftig geworden ist. Obwohl die Approbation des Arztes ruht, wurde er auf Honorarbasis im Krankenhaus angestellt. Erst nachdem ein anonymer Hinweis die Klinik auf die fehlende Approbation hinwies, wurde der Mann entlassen. Aufgrund der neuen Verdächtigungen wurde der Arzt in Untersuchungshaft genommen. Vor dem Landgericht Meiningen schweigt der Angeklagte zu den Vorwürfen. Lediglich über seine Strafverteidigung ließ er verlauten, dass es sich um ganz normale Behandlungen gehandelt hätte. Die Behandlung trotz Berufsverbot räumte der Angeklagte dagegen über seinen Anwalt ein. Der Prozess wird fortgesetzt.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage ...

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