Leiharbeit: „Vorübergehend“ kann ganz schön lang sein

§ 1 Abs. 1 Satz 2 AÜG besagt: Die Überlassung von Arbeitnehmern an Entleiher erfolgt “vorübergehend”. Doch was heißt das eigentlich? Im Gesetz ist dies jedenfalls nicht näher geregelt. Wann also ist ein vorübergehender Einsatz anzunehmen? Und welche Rechtsfolgen können im Falle nicht nur vorübergehender Leiharbeit eintreten? Kann dann vielleicht sogar ein festes Arbeitsverhältnis mit dem Entleiher zustande kommen?

Fragen, mit denen sich aktuell das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg beschäftigt hat. Die Richter haben nun entschieden (Urteil vom 16.10.2012, 7 Sa 1182/12) und mitgeteilt, dass auch Arbeitnehmer, die vier Jahre lang als Zeitarbeitskräfte an den gleichen Betrieb verliehen werden, keinen Anspruch auf Übernahme haben. In dem zu entscheidenden Fall war die Klägerin – eine Krankenschwester – vier Jahre lang an die gleiche Privatklinik verliehen worden ...

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