Kfz-Unfall, Wiederbeschaffungswert und Mehrwertsteuer

Die unendliche Geschichte vom Unfall und der Mehrwertsteuer (Berliner Anwaltsblatt 11/2012; Verf. RA Mohammed Ebadi)

Die Mehrwertsteuer, die im Rahmen der Wiederbeschaffung eines Kfz nach einem Totalschaden tatsächlich angefallen ist, kann auch dann noch gefordert werden, wenn bereits vorher der Nettowiederbeschaffungswert auf Gutachterbasis geltend gemacht wurde.

Das Fahrzeug eines Unfallbeteiligten erlitt bei einem Verkehrsunfall einen Totalschaden. Die Versicherung des allein schuldigen Unfallgegners zahlte den Wiederbeschaffungswert des Fahrzeuges abzüglich des Restwertes, zu dem der Wagen verkauft wurde. Beim Wiederbeschaffungswert zahlte der Versicherer allerdings den Nettowert (ohne Mehrwertsteuer).

Einige Zeit später erwarb der Geschädigte einen Gebrauchtwagen, der im Preis 1.050 € unter dem Bruttowiederbeschaffungswert seines alten Wagens lag. Der Kaufpreis für das Fahrzeug beinhaltete die reguläre Mehrwertsteuer, die sich hier auf rund 2.538,66 € belief. Diesen Betrag wollte der Geschädigte nun auch noch von der Versicherung erstattet haben. Die Versicherung lehnte dies ab, da der Schaden nicht auf der einen Seite fiktiv und auf der anderen Seite konkret reguliert werden könne ...

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