Geldstrafe “auf Bewährung”?

Mein Mandant hatte eine nicht ganz unerhebliche Straftat begangen, bei welcher eine Einstellung des Verfahrens trotz des erheblichen persönlichen Wandels, den mein Mandant seitdem mitgemacht hatte, leider nicht in Betracht kam.

Es stand stattdessen die Verurteilung zu einer Geldstrafe im Raum, die für meinen Mandanten eine erhebliche Belastung dargestellt hätte.

Das Gesetz sieht für solche Fälle eine – allerdings in der Praxis nur selten zur Anwendung kommende – Vorschrift vor: Hat ein Angeklagter eine Geldstrafe verwirkt, die 180 Tagessätze nicht übersteigt, so kann ihn das Gericht nämlich nach § 59 StGB verwarnen, die Strafe bestimmen und sich die Verurteilung zu dieser Geldstrafe vorbehalten (sogenannte “Verwarnung mit Strafvorbehalt“). Die Geldstrafe wird also zur Bewährung ausgesetzt ...

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