Deutschlands Arbeitsgerichte (13) – Koblenz

Da sind wir wieder mit einem weiteren Arbeitsgericht – endlich!

In Koblenz war ich vor nicht ganz einem Jahr, Anfang Dezember. Zu diesem Zeitpunkt war das Arbeitsgericht seit knapp mehr als zwölf Monaten im neuen Justizzentrum eingezogen, nur wenige Straßen neben seinem früheren Standort.

Das Justizzentrum in Koblenz befindet sich auf dem früheren Betriebsgelände der Sektkellerei Deinhard, das vor rund 20 Jahren stillgelegt wurde und seitdem verfallende Industriebrache war. Es füllt damit das Innere eines Gebäudeblocks und verbindet zwei Straßenfronten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Durch den Neubau wird das alte Gebäude des Oberverwaltungsgerichts sowie des Verfassungsgerichtshofs am Deinhardplatz durch den gesamten Block mit der auf der anderen Seite an der Casinostraße gelegenen Staatsanwaltschaft verbunden. Die ersten Vorbereitungen für den Bau begannen schon im Jahr 2006. Der Neubau umfasst 12.000 m². Die Sicht von ganz oben zeigt die Ausmaße dieser Gebäudequader.

Das Justizzentrum beherbergt insgesamt sieben Behörden, nämlich das Verwaltungsgericht, das Oberverwaltungsgericht und den Verfassungsgerichtshof, das Sozialgericht, die Staatsanwaltschaft und die Oberstaatsanwaltschaft, und eben auch das Arbeitsgericht Koblenz. Der gesamte Komplex wurde in nur 15 Monaten errichtet. Der Spatenstich war am 7. Mai 2009, Anfang November 2010 zog bereits das Arbeitsgericht als erster Nutzer ein. Ihm folgten das Sozialgericht und die Generalstaatsanwaltschaft im Dezember 2010. Die Staatsanwaltschaft zog im Januar 2011 nach. Die Bauarbeiten wurden durch einen katastrophalen Wasserschaden beeinträchtigt. Das neue Flachdach war freitags geflutet worden, um seine Dichtheit zu testen. Dann verabschiedeten sich die Handwerker ins Wochenende. Samstags waren die Wassermassen bereits bis in den Archivkeller gelaufen ...

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