Vierfach Mord: Vater zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt

Ein 37-jähriger Familienvater wollte erst seine vier Kinder im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren umbringen und anschließend sich selbst töten. Der Mann soll die Tat vorher seiner Frau angekündigt haben, nachdem sie ihm mitteilte, dass sie sich endgültig trennen wird.

Der Mann schnitt seinen vier Kindern die Kehle durch. Anschließend versuchte er sich selbst zu töten, konnte jedoch gerettet werden. Das Landgericht Hildesheim sprach den Mann wegen vierfachen Mordes für schuldig. Da seine Steuerungsfähigkeit jedoch erheblich eingeschränkt war, wurde er als vermindert schuldfähig eingestuft. Unter anderem litt er unter schweren Depressionen und hatte zur Tatzeit 1,3 Promille Alkohol im Blut. Aus diesem Grund verhängte die Schwurkammer auch nicht lebenslänglich, sondern lediglich 15 Jahre Freiheitsstrafe. Ebenfalls wird er seine Strafe vorerst in einer Psychiatrie absitzen müssen. Nach Ansicht des Gerichtes wollte der Mann die Kinder töten, da er im Tod mit ihnen vereint sein wollte. Der Vorsitzende fand dazu klare Worte: „Eigensüchtiger kann man Kinder nicht umbringen“.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage ...

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