Realteilung: Übergang vpn der Einnahmenüberschussrechnung zum Bestandsvergleich

Bei der Realteilung einer Mitunternehmerschaft, die ihren Gewinn durch Einnahmenüberschussrechnung ermittelt, bedarf es im Falle der Fortführung der Buchwerte der übernommenen Wirtschaftsgüter in Einzelunternehmen der Realteiler und Aufrechterhaltung der Einnahmen-Überschussrechnung grundsätzlich keines Übergangs zum Bestandsvergleich.(FG Rheinland-Pfalz 2.5.12, 1 K 1146/10, BFH III R 32/12) Die Kläger betrieben bis Ende 2002 eine Steuerberatungs- und Rechtsanwaltssozietät (GbR), die ihren Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG durch Einnahmenüberschussrechnung ermittelte. Nach der Kündigung und Realteilung der Mitunternehmerschaft waren beide Kläger ab 2003 in Einzelpraxen weiter tätig und führten die Buchwerte der übernommenen Wirtschaftsgüter und die Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG fort. Aufgelder oder ein Spitzenausgleich waren nicht bezahlt worden; ein Aufgabegewinn/Anschaffungskosten waren damit nicht entstanden. Nach einer Betriebsprüfung vertrat das Finanzamt die Auffassung, dass der Gewinn der Mitunternehmerschaft durch Bilanzierung zu ermitteln sei. Die Realteilung führe bei der Mitunternehmerschaft zur Betriebsaufgabe. § 16 Abs. 3 S. 1 EStG besage, dass auch die Aufgabe eines Mitunternehmeranteils als Veräußerung gelte. Bei Beendigung einer GbR, die ihren Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG ermittele, sei deshalb zwangsweise der Gewinn durch Bestandsvergleich nach § 4 Abs. 1 EStG zu berechnen. Der Übergangsgewinn sei laufender Gewinn. Das FG Rheinland-Pfalz gab jedoch den Klägern Recht ...Zum vollständigen Artikel


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