Grundsätze ordnungsgemäßer Insolvenzverwaltung (GOI)

Der Verband Insolvenzverwalter Deutschland e.V., dem ich seit kurzem als Mitglied angehöre, befasst sich verstärkt mit dem Qulitätsmangement in Verwalterkanzleien. Auf der Verbandsseite heißt es (mit weiterführenden Links zu den GOI):

“Mit den für alle VID-Mitglieder verbindlichen „Grundsätzen ordnungsgemäßer Insolvenzverwaltung“ (GOI) hat der VID neue Maßstäbe für eine unabhängige, transparente und qualitativ anspruchsvolle Insolvenzverwaltung gesetzt. Mit diesen strengen und für alle VID-Mitglieder verbindlichen Berufsregeln wird das Bemühen der VID-Mitglieder um eine sanierungsorientierte Insolvenzverwaltung in Bezug auf die Fortführung und Sanierung der ihnen anvertrauten Unternehmen noch weiter konkretisiert. Dabei werden mit den GOI auch Maßstäbe zum Verhalten gegenüber den Gläubigern, Gerichten und Arbeitnehmern gesetzt.”

Diese Ziele sind zu begrüßen. Allerdings bedarf es m.E. einiger grundsätzlicher Ergänzungen. Nachfolgend gebe ich meine Kommentare wieder, welche ich im VID-Forum hinterlassen habe:

15. November 2012 – 8:19 – Gerigk

“Sind die Regelungen in der GOI ausreichend?

Dagegen könnte sprechen, dass die GOI offenbar nicht mehr vorsehen, dass wichtige Gespräche von den Beauftragten persönlich zu führen sind, sondern es auf ‚Entscheidungen‘ ankommt. An anderer Stelle wird in der GOI die Höchstpersönlichkeit mehrfach betont. Es kann nicht sein, dass Beauftragte über eine reine Delegations- und Repräsentantenfunktion bei Gerichtsterminen und Arbeitnehmerversammlungen sich im Übrigen wichtiger Gespräche entziehen dürfen. Entsprechend höchstpersönlich sind Gutachten zu erstellen, da der gerichtliche Beschluss dies ausdrücklich vorsieht. Die GOI sollten hinsichtlich der (1) „Führung von wichtigen Gesprächen“ und der (2) „persönlichen Gutachtenerstellung“ um Regelungen ergänzt werden ...

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