Insolvenz Frankfurter Rundschau – Update

Über den Insolvenzantrag des Verlages der Frankfurter Rundschau (Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH) habe ich bereits hier geschrieben und einiges über die Aufgabe des vorläufigen Insolvenzverwalters und den Hintergründen berichtet.

Der Vorläufige Insolvenzverwalter Frank Schmitt hat inzwischen bestätigt, dass er das Gutachten – Grundlage der Eröffnung des eigentlichen Insolvenzverfahrens – bis Ende Januar erstellen will, so dass das eigentliche Insolvenzverfahren wahrscheinlich am 1. Februar 2013 (mit Ablauf des InsolvenzgeldZeitraumes) eröffnet wird.

In einem Interview mit der Frankfurter Rundschau (www.fr-online.de) äußert der vorläufige Verwalter, dass der Geschäftsbetrieb “ganz normal” weitergehe und: das Wichtigste sei es, weiterhin an den Kiosk zu gehen und die Frankfurter Rundschau kaufen und Anzeigen schalten. Alles, was aktuell zum Umsatz beiträgt, sei hilfreich. Nun, das möchte ich etwas beleuchten: der Geschäftsbetrieben geht in einem Stadium nach InsolvenzAntragstellung und vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens keineswegs „normal“ weiter: Der vorläufige Verwalter kann unter Einsparung der Lohnkosten (die werden von der Bundesagentur für Arbeit das Insolvenzgeld bezahlt) und ohne dass Miete gezahlt wird, die spätere Insolvenzmasse anhäufen. Ein Insolvenzrichter meinte einmal zu mir treffend: „eine Betriebsfortführung des vorläufigen Insolvenzverwalters unter diesen Bedingungen könnte auch meine Oma leisten ...

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