BGH: Die Verknüpfung zwischen Nötigungsmittel und Handlung bei der räuberischen Erpressung

Bei der räuberischen Erpressung nach § 255 StGB muss die selbstschädigende Handlung auf der Nötigung basieren

Das Landgericht Neubrandenburg verurteilte den Angeklagten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von drei Jahren wegen schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und der räuberischen Erpressung. Dagegen richtete sich die Strafverteidigung ihrerseits mit der Revision.

Bezüglich der räuberischen Erpressung sollen die Angeklagten dem Geschädigten einen Kaufvertrag über Sachen vorgelegt haben, die einer der Mitangeklagten zuvor aus der Wohnung entwendet hatte. Damit sollte dem Geschädigten die Möglichkeit einer Strafanzeige genommen werden. Sollte er nicht unterschreiben, drohten die Angeklagten damit, ihm die Fingerkuppen abzuschneiden. Zusätzlich wurde dem Geschädigten angeboten, dass er für 1500 Euro die Sachen zurückkaufen könne. Diese Summe zahlte der Geschädigte dann auch in drei Raten. Das Landgericht sah als Vermögensminderung die 1500 Euro ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK