Möglichkeiten der steuerrelevanten Gewinnreduzierung: der Investitionsabzugsbetrag

Vielleicht kennen Sie die Situation bereits aus Ihrem eigenen Unternehmen: es wird mit einem bestimmten Gewinn für das aktuelle Geschäftsjahr gerechnet und dementsprechende Rücklagen für das Finanzamt gebildet. Dann hat sich der Gewinn für dieses Jahr erheblich erhöht, die Steuerzahlung an das Finanzamt fiele jetzt ebenfalls deutlich höher aus, doch Sie haben eben nicht genügend Rücklagen gebildet. Grundsätzlich könnte nun ein Steueraufschub mit dem Finanzamt erarbeitet, Betriebsvermögen aufgelöst oder ein Darlehen bei der Bank aufgenommen werden. Um die damit verbundenen Probleme zu umgehen, war bis 2008 die Ansparrücklage oder Ansparabschreibung ein beliebtes Instrument, eine indirekte Stundung zu erwirken. Mit der Unternehmenssteuerreform 2008 wurde diese Möglichkeit maßgeblich verändert und umbenannt. Nun kann vorab ein Investitionsabzugsbetrag geltend gemacht werden.

Wer kann den Investitionsabzugsbetrag in Anspruch nehmen?

Die Ansparabschreibung bis 2008 bzw. der Investitionsabzugsbetrag ab diesem Jahr soll die Möglichkeit schaffen, zukünftige Investitionen innerhalb eines Unternehmens zu erleichtern. Sie können bis zu 40 Prozent der Investitionssumme aus dem aktuellen Geschäftsgewinn herausnehmen, um damit in den kommenden drei Jahren eine Investition zu tätigen. Sinn ist es, eine Rücklage bilden zu können, um bei einer anstehenden Investition auf teures oder sogar nicht realisierbares Fremdkapital verzichten zu können. Andererseits kann diese Möglichkeit aber auch genutzt werden, um fällig werdende Steuerzahlungen zu reduzieren und zu stunden. Der Nachteil, der sich ab 2008 dabei ergibt: wurde eine Investition doch nicht durchgeführt, wirkte sich die Auflösung dieses Steuerfreibetrags im Jahr der Investitionsaufgabe positiv auf den Gewinn aus. Nun wird er rückwirkend dem Gewinn des Beantragungsjahres zugerechnet. Dennoch bringt die Gesetzesänderung auch etliche Vorteile mit sich ...

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