Besser spät als … – der Wochenrückblick für die 46. Kalenderwoche

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Personen: Monster auf Luxusreisen Verlage: Zeitungssterben Urheberrecht: Zukunftsvisionen Rechtsprechung: Morpheus beim Bundesgerichtshof Und sonst: Herbstkonferenz der Justizminister, AStA-Kalender

Asche auf mein Haupt: Am Samstag habe ich es nicht geschafft, den Wochenrückblick für die 46. Kalenderwoche zu schreiben. Und jetzt zahle ich gleich noch einmal fünf Euro ins Phrasenschwein, denn wie heißt es so schön: Besser spät als nie. Deswegen kommt er jetzt mit etwas Verspätung:

Personen: Monster auf Luxusreisen

Rechtsanwalt Gulden aus Mainz berichtet über die erfolglose Klage eines Mannes aus Niederösterreich gegen den Fernsehsender RTL. Der Mann war unfreiwillig Teil einer Deutschland-sucht-den-Superstar–Aufzeichnung geworden. RTL kommentierte eine Szene auf den Malediven, in der der Mann durchs Wasser schwamm mit den Worten: „Und jetzt, grausam, gefährlich, gefräßig – das Monster aus der Tiefe. Es ist unberechenbar, jetzt geht es an Land“. Durch die Bezeichnung als Monster sah der Mann sich in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt. RTL zahlte 9.000 Euro Schmerzensgeld. Dem Niederösterreicher war dies nicht genug. Seine Klage auf 25.000 Euro wiesen die Richter mit Hinweis auf das den Schaden kompensierende, gezahlte Schmerzensgeld zurück. Der Anwalt des Mannes kündigte an, Berufung gegen das Urteil einlegen zu wollen. Ohne genaue Sachverhaltskenntnis, wage ich jedoch zu bezweifeln, dass die Berufungsinstanz eine andere Auffassung vertreten wird. Anders als in den USA sind die Gerichte hierzulande doch sehr zurückhaltend mit der Höhe etwaiger Schmerzensgeldzahlungen. Ein Urteil des OLG Hamm, 3 U 168/03 [TV Total], mit dem einer Geschädigten 70.000 Euro Schmerzensgeld zugestanden wurden, wird man als eine der wenigen Ausnahmen ansehen dürfen ...

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