LG Köln zu Amazon: Händler haften für unbefugt verwendete Produktbilder Dritter

Verwendet ein Online-Händler zur Bewerbung seines Angebots auf der Plattform Amazon unbefugt das Produktbild eines Dritten, haftet er hierfür. Dies gilt auch dann, wenn er das fremde Bild seinem Angebot nicht selbst hinzugefügt hat. Nach einem Hinweisbeschluss des Landgerichts Köln ist er als Störer für die Urheberrechtsverletzung verantwortlich.

Ein Händler bot über Amazon Badeenten an. Dazu nutzte er das Betriebssystem der Handelsplattform, bei dem unter Verwendung eines bestimmten EAN-Codes Produktfotos aus anderen Angeboten mit Badeenten seinem eigenen Angebot hinzugefügt wurden. Als der Händler von dem Urheber des Entenbildes abgemahnt wurde, wendete er ein, das Produktbild sei seinem Angebot von einem Dritten hinzugefügt worden.

Darauf kommt es nach Ansicht des Landgerichts Köln nicht an. Selbst wenn Amazon das Bild dem Angebot hinzugefügt hat, haftet der Händler als Störer im Sinne des § 97 Abs. 1 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG). Durch die Nutzung des Amazon-Betriebssystems habe der Händler willentlich und adäquat kausal an einer möglichen Rechtsverletzung mitgewirkt ...

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