Achtung: „Gegen Ihren Erwerber wurde schon mal ermittelt“…

…mit freundlichen Grüßen, Ihre Staatsanwaltschaft als Freund und Helfer!”

Ich persönlich könnte dazu – es ist eines der Themen, die das BAG am 15.11.2012 (6 AZR 339/11) entschieden hat – eigentlich sagen

„Wuhähhh (*)! Sie hat es mit weggenommen!!!“.

Gemeint ist Liz Collet, die bereits alle eigentlich interessanten Fragen zum Fall aufgewirbelt hat (abseits der langweiligen Headline „Bewerber darf lügen“ oder „Bewerber muss nicht immer die Wahrheit sagen…“). Lesen Sie es nach bei Jus@Publicum! An dem Fall ist einiges mehr dran, als Sie vermuten würden…

Was soll ich also noch sagen zu einem Fall, bei dem jemand gekündigt wurde, der auf die Frage „gab es in den letzten drei Jahren Ermittlungen gegen Sie…“ nicht die ganze Wahrheit gesagt hatte. Denn es gab sie, nur ohne Ergebnis. Er aber wollte den Job und antwortete frech „nein“. Das war aber gar nicht frech, sondern rechtmäßig; die wegen der Lüge ausgesprochene Kündigung hat der 6. Senat des BAG gesprengt.

Ich sage nur: Ich war dabei – allerdings, um das gleich klarzustellen, zufällig und nur, weil ich nebenan zu tun gehabt hatte. Der Aufwand war nicht groß, denn die Verhandlung hat vielleicht 5 Minuten gedauert. Gesprochen haben die Anwälte je gefühlte 30 Sekunden, außerdem der Vorsitzende Dr. Fischermeier (**). Der hat eine unnachahmliche Art, weil er mit einer eigentlich dröhnenden Stimme durchweg leise spricht. Das gibt mir manchmal zwar ein Gefühl aus Referendarstagen, an das ich nicht gerne erinnert werde, es diszipliniert aber ungemein, weil man sich angewöhnt, lieber keinen Unsinn und keine Nebelkerzen zu schreiben (schickt sich auch sonst nicht, ich weiß) ...

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