Fahrlässige Tötung: Mutter nach Tod ihrer 14 Monate alten Tochter entlastet

Vor rund zweieinhalb Jahren soll eine heute 24-jährige Frau ihre damals 14 Monate alte Tochter fahrlässig getötet haben. Die Staatsanwaltschaft ging davon aus, dass die Mutter, die während der Tatzeit in einem Bordell der Prostitution nachging, den Wohnungsbrand mit einer Zigarettenkippe verursacht hatte. Dieses Tatgeschehen wurde auch von einem ersten Gutachten bestärkt. Ein weiteres Gutachten zum Brand kommt jedoch nun zum Ergebnis, dass der Brand die Folge einer gezielten Brandstiftung war. Ein Schwelbrand durch die Zigarettenkippe schließt das Gutachten als Brandursache aus. Auch ein technischer Defekt gilt nach dem Gutachten als ausgeschlossen.

Vielmehr sei der Brand gezielt gelegt worden und zwar zu einem Zeitpunkt, als die Mutter die Wohnung schon verlassen hatte. Damit wäre die Mutter entlastet. Die Staatsanwaltschaft sucht nun nach einem unbekannten Brandstifter. Neben der damals 14 Monate alten Tochter war auch eine 89-jährige Nachbarin vom Brand betroffen. Sie starb drei Tage später. Ein Zusammenhang mit dem Brand konnte jedoch nicht zweifelsfrei festgestellt werden.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage ...

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