Attest am ersten Krankheitstag, oder: Ein Blick ins Gesetz…

Wird ein Mitarbeiter krank, kann der Arbeitgeber ein ärztliches Attest schon ab dem ersten Krankheitstag verlangen. Er muss nicht begründen, warum er die Bescheinigung schon zu diesem frühen Zeitpunkt haben möchte. Dies entschieden die Richter des Bundesarbeitsgerichts (BAG) in der vergangenen Woche unmissverständlich. Es konnte auch nicht anders.

Das Entgeltfortzahlungsgesetz, das solche Fragen regelt, sieht in § 5 vor, dass bei einer Arbeitsunfähigkeit, die länger als drei Kalendertage dauert, eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens am darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen ist. Das Gesetz erlaubt dem Arbeitgeber jedoch, diese Bescheinigung auch früher zu verlangen. Vor diesem Hintergrund erstaunt die Entscheidung des BAG zunächst, da man denkt, die Frage sei gesetzlich geregelt.

Doch da hat man die Rechnung ohne spitzfindige Juristen gemacht. Denn einige haben in der Vergangenheit die Frage aufgeworfen, ob der Arbeitgeber ein frühzeitiges Attest „einfach so“ verlangen kann oder ob er dafür Gründe haben muss ...

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