Recht auf Lüge beim Vorstellungsgespräch

Fragen Arbeitgeber Stellenbewerber nach eingestellten strafrechtlichen Ermittlungsverfahren, darf gelogen werden. Kommt die Lüge nach einer Einstellung dann doch noch heraus, kann der Arbeitgeber deshalb nicht kündigen, urteilte am Donnerstag, 15.11.2012, das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt (AZ: 6 AZR 339/11). Denn Arbeitnehmer dürfen grundsätzlich nicht nach Dingen gefragt werden, die nichts mit der Beschäftigung zu tun haben, so der 6. Senat.

Damit bekam ein beim Land Nordrhein-Westfalen angestellter Hauptschullehrer recht. Der ausgebildete Diplom-Ingenieur war im Sommer 2009 als Seiteneinsteiger als Lehrer eingestellt worden. Vor der Einstellung wurde er von seinem Arbeitgeber gefragt, ob in den letzten drei Jahren eingestellte strafrechtliche Ermittlungsverfahren anhängig gewesen waren. Der Pädagoge verneinte – und log dabei.

Die Lüge flog jedoch auf ...

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