Wer schwätzenden Schülern den Mund zuklebt, kann als Lehrer fristlos gekündigt werden.

Irgendwann hatte sie genug davon, dass dauernd der Unterricht gestört wurde. Und dann griff die Lehrerin angeblich zum Tesafilm und versiegelte die Schallquelle. Und wurde deswegen vom Land Sachsen-Anhalt fristlos gekündigt. Und erhob dagegen Kündigungsschutzklage. Das Verfahren ging hoch bis zum Bundesarbeitsgericht, wie der Beck-Blog berichtet. Und das BAG ( Urteil vom 19. April 2012 - 2 AZR 156/11= BeckRS 2012, 74958) entschied wie folgt: Natürlich geht es nicht an, schwätzenden Schulkindern den Mund zuzukleben. "Eine Grundschullehrerin hat ihr Verhalten in der Schule so einzurichten, dass die Verwirklichung des ihr zukommenden gesetzlichen Erziehungsauftrags nicht gefährdet wird. Sie verletzt erheblich ihre arbeitsvertraglichen Pflichten, wenn sie Schülern zu Disziplinierungszwecken die Münder mit Tesafilm verklebt". Aber: Im vorliegenden Fall war noch gar nicht richtig bewiesen, dass sie das auch getan hatte ...Zum vollständigen Artikel


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