Siegen durch Auswerten: Datenbanken in Obamas Wahlkampf

Eine Woche nach den Präsidentschaftswahlen kommen immer mehr Details über die Wahlkampfstrategien der Kandidaten zu Tage. Offenbar hatte Obamas Team auch bei der Auswertung von Wählerdaten die Nase vorn, wie die britische Zeitung „The Guardian“ bereits am Sonntag berichtete.

Teuerster Wahlkampf aller Zeiten

Mit 5,8 Milliarden Dollar (4,5 Milliarden Euro) verschlang der Wahlkampf sieben Prozent mehr als noch vor vier Jahren, wie das Center for Responsive Politics berechnete. Zum Vergleich: Die Wahlkampfkosten für alle deutschen Parteien im Bundestag zusammen betrugen bei der letzten Wahl rund 80 Millionen Euro.

Nach Angaben des Senders CNN gewann Obama insgesamt mit 51 zu 48 Prozent gegen Romney und erhielt damit rund 3,2 Millionen Stimmen mehr. Ironischerweise bescherte der teuerste Wahlkampf der Geschichte dem Sieger nur einen knappen Vorsprung und führte letzenden Endes dazu, dass im Weißen Haus wie im Kongress alles beim Alten bleibt.

Erster Wahlkampf mit professioneller Datenauswertung

Unmittelbar nach der schweren Niederlage der Demokraten bei den Kongresswahlen im November 2010 begannen die erfahrenen Wegbegleiter von Präsident Barack Obama die Vorbereitungen für die Wahlkampagne des Wahljahres 2012. Im Januar 2011 gaben David Axelrod, Chefberater von Präsident Obama, und der stellvertretende Stabschef im Weißen Haus, Jim Messina, ihre Posten in Washington auf und bezogen das Wahlkampf-Hauptquartier an der Prudential Plaza in Chicago, der Heimatstadt des Präsidenten. Axelrod, Messina und ihr Team konnten auf eine solide Basis aufbauen, nämlich dem Netzwerk aus dem Wahlkampf des Jahres 2008.

2008 hatte ein Netz von Freiwilligen, Unterstützern und bezahlten Wahlkämpfern während ihrer Wahlkampfaktivitäten Unmengen an Wählerdaten zusammengetragen, die allerdings nur in lokalen Kampagnenbüros verfügbar waren. In einem riesigen Kraftakt wurden sämtliche Daten zusammengeführt ...

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  • Obama's data geeks add up to four more years

    guardian.co.uk - 7 Leser - Mastery of the numbers game meant the president's team was able to exploit its database more effectively than Romney, reeling in £1bn in donations, writes John Naughton

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