Kommission sagt dem Überschuss an Emissionszertifikaten den Kampf an

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Anlagenbetreiber kennen das schon: Vor Beginn der Handelsperiode raunt der Markt von Zertifikatpreisen um die 30 Euro. Dann geht es los, alle berichten, und auf einmal hängt der Preis dauerhaft und wie fest getackert weit, weit weg von den Prognosen der Analysten.

Auch für die dritte Handelsperiode wurde zuletzt eine ähnliche Entwicklung erwartet. Grund hierfür ist der Überhang an Emissionszertifikaten aus der zweiten Handelsperiode und Mengen von Klimaschutzzertifikaten, die die an sich geplanten Mengen drastisch vergrößern. Außerdem schwächelt die Konjunktur in einigen EU-Ländern und führt zu einem Rückgang des ansonsten zu erwartenden Bedarfs.

Diesen Überhang will die Europäische Kommission abbauen, und was sie dabei vor hat, geht aus einem ersten Entwurf für ihren Kohlenstoffmarktbericht hervor, den sie 2013 nach der Emissionshandelsrichtlinie (EmissH-RL) an das Europäische Parlament und den Rat zu erstatten hat. Die Kommission skizziert dabei zunächst ausführlich die Situation am Kohlenstoffmarkt und beziffert den erwarteten Überhang zu Beginn der dritten Handelsperiode am 1.1.2013 auf fast zwei Milliarden Emissionszertifikate. Die Kommission möchte diesem Marktungleichgewicht entgegenwirken und denkt über verschiedene, teilweise schnell wirkende Maßnahmen nach. Einige dieser Maßnahmen könnten äußerst negative Auswirkungen auch für den einzelnen Anlageninhaber haben.

Zwei Milliarden Zertifikate zu viel

Nach Berechnungen der Kommission gab es bereits Ende der zweiten Handelsperiode einen Angebotsüberschuss in Höhe von 955 Millionen Zertifikaten. Der Überschuss wird sich in der Übergangsphase zur dritten Handelsperiode durch verschiedene Marktmechanismen bis auf fast zwei Milliarden Zertifikate vergrößern ...

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