Erfolgreiche Verteidigung gegen Filesharing-Vorwurf

Dass die angeblich so sicheren Beweise, die abmahnende Rechteinhaber in der Regel meinen zu haben, gelegentlich doch nicht so sicher sind, beweist eine aktuelle Entscheidung des Landgerichtes Köln (LG Köln, Urteil vom 24.10.2012, Az.: 28 O 391/11).

Der klagende Urheberrechtsinhaber hatte unter anderem versucht, mittels eines Screenshots zu beweisen, dass die Rechtsverletzung vom Anschluss des Beklagten aus verübt wurde – was offenbar gelang – und vom Beklagten hierfür einen Schadensersatz von 5.400,- € zu erlangen. Letzteres gelang jedoch nicht.

Denn auch obwohl das Landgericht es als erwiesen betrachtete, dass die Rechtsverletzung vom Anschluss des Beklagten aus verübt wurde, wies es die Klage ab. Es glaubte jedoch den Darlegungen des Klägers, der, unterstützt von Zeugenaussagen, angab, dass er zum Zeitpunkt der Rechtsverletzung im Urlaub und sein Router vom Netz getrennt war. Hierfür konnte er zum einen die Urlaubsbuchung vorweisen. Zeugen hatten darüber hinaus beobachtet, wie die Ehefrau des Beklagten vor Abreise in der Wohnung alle Elektrogeräte vom Stromnetz trennte und dabei offenbar auch in der Ecke des Routers tätig wurde ...

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