“Wenn Du nur nicht geplaudert hättest, Du Multiorganempfänger, Du Du Du Du Du….”

Wir wissen – natüüüürlich – nicht, ob das Universitätsklinikum Freiburg so etwas oder überhaupt etwas zu jenem Empfänger einer simultanen Bauchspeicheldrüsen- und Nierentransplantation gesagt haben könnte.

Nachdem es durch seine arglose Plauderei mit seiner Krankenkasse auf 23.711,50 Euro Kosten seiner Behandlung und bislang in den beiden Vorinstanzen auf die Kosten der Geltendmachung seiner Ansprüche auch erst mal sitzen geblieben ist. Gewünscht haben könnte es sich das oder Ähnliches zu ihm zu sagen. Vielleicht hat es auch mit einem innerlichen Stoßseuzer und einem Blick gegen Himmel Vergleichbares gedacht oder gesagt. Also der Teil des Klinikum, der dieses als juristische Person nach aussen und innen vertritt.

Wir wissen es – wie gesagt - nicht. Aber dass es manchen kitzeln mag, “seine” Patienten in geeigneter Weise zumindest künftig zu instruieren, bevor dieser mit seiner Krankenkasse plaudert, könnte man ein kliiiitzekleines bissi menschlich nachvollziehen.

Nur – natürlich darf der Patient mit seiner Krankenkasse plaudern. Wahrheitsgemäss schon erst recht. Manches muss er sogar mit ihr besprechen. Auch wahrheitsgemäss, bien entendu.

Manchmal aber hat das, was Patienten mit Krankenkassen plaudern, in ihrer juristischen Unschuld und Unwissenheit plaudern, aber Folgen. Manche hübsch. Wenn Kosten für Behandlungen zu Recht übernommen werden, die bemötigt werden. Weniger hübsch, wenn sie abgelehnt werden. Oder einer der am Behandlungsgeschehen Beteiligten nach der Behandlung kein oder nicht soviel Geld sieht und bekommt, wie er glaubt, beanspruchen zu können.

Fies sind Fälle, wo Plaudern von Patienten und Versicherten in aller Unschuld, wahrheitsgemäss und dennoch – aus Gründen missverständlicher oder interpretierbarer – Angaben dazu führen, dass es zu Streit kommt, was eine Krankenkasse daraufhin daraus an Informationen (interpretiert oder nicht) zieht, um Leistungsablehnung oder Kostenkürzung zu begründen ...

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