Tötungsdelikt: 15-Jähriger gesteht Tötungsdelikt an Nachbarn

An einem Nachmittag in Berlin fanden Passanten einen schwerverletzten Mann vor einem Hochhaus liegen. Ein herbeigerufener Notarzt konnte das Leben des Mannes nicht mehr retten. Schnell war klar, dass sich der 55-Jährige durch einen Sprung aus seiner eigenen Wohnung vor einem Angreifer retten wollte.

Bei der anschließenden Durchsuchung des Hauses trafen die Beamten auf einen blutverschmierten 15-jährigen Jungen. Später gestand der Jugendliche die Tat gegenüber der Polizei. Laut Staatsanwaltschaft kannten sich das Opfer und der mutmaßliche Täter. Ebenfalls bestätigt die Staatsanwaltschaft Berlin, dass der Geschädigte mehrfach wegen Sexualdelikten vorbestraft sei. Er soll unter anderem drei Jahre wegen Kindesmissbrauchs verbüßt haben.

Der mutmaßliche Täter schweigt jedoch weiter über das Motiv. Die Staatsanwaltschaft betont, dass aus der Vorgeschichte des Opfers nicht automatisch ein Tatmotiv geschlossen werden dürfe. Die weiteren Ermittlungen müssen nun vor allem zeigen, ob es sich um einen Totschlag oder Mord handelte.

Autor des Beitrags ist Rechtsanwalt für Strafrecht & Strafverteidiger Dr. Böttner, Anwaltskanzlei aus Hamburg und Neumünster. Weitere Gerichtsentscheidungen und allgemeine Informationen zum Strafrecht und der Strafverteidigung finden Sie auf der Kanzlei-Homepage.

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