Irland verankert Kinderrechte in der Verfassung

Was darf, was kann und was muss der Staat tun, um Kinder gegen ihre eigenen Eltern zu schützen? Es gibt kaum eine verfassungspolitische Frage, die schwieriger und riskanter zu beantworten ist als diese. Zwischen dem Horror vernachlässigter und gequälter Kinder und dem Horror durch fehlgeleitete staatliche Fürsorge zerstörter Familien verläuft ein schmaler Grat, und um so stärker ist die Versuchung, sich voller Empörung auf die eine oder andere Seite zu schlagen und so die trügerische Wohltat vermeintlicher moralischer Klarheit zu verschaffen.

Am Samstag hatten die Iren Gelegenheit, sich zu dieser Frage zu äußern: Ein Referendum stand an, in dem es um die Rechte von Kindern in der Verfassung ging und um die Eingriffsmöglichkeiten des Staates. Dass ihnen die Entscheidung nicht leicht fiel, zeigt das Ergebnis: Nur ein Drittel ging überhaupt hin, und davon stimmten 42 Prozent dagegen.

Irland hat Jahre äußerst schmerzhafter Enthüllungen hinter sich, was den Umgang mit Kindern betrifft ...

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