Daten Minderjähriger zur Kundenwerbung sind für Krankenkassen tabu

Die Gewinnung neuer Kunden ist für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens von enormer Bedeutung. Je nachdem, welche Produkte angeboten werden, rücken zunehmend Minderjährige in den Fokus der Marketingabteilungen. Gerade für Krankenkassen sind Jugendliche ab 15 Jahre eine besonders relevante Zielgruppe, da diese Altersgruppe ihre Krankenkasse erstmalig selbst auswählen darf. Eine langjährige Mitgliedschaft ist oft gewährleistet.

In einem durch das OLG Hamm zu entscheidenden Fall (Az. I-4 U 85/12) bot eine Krankenkasse Gewinnspiele für Minderjährige an. Dabei sollten die minderjährigen Teilnehmer auf vorgefertigten Karten ihren Namen, ihre Anschrift, ihr Geburtsdatum und sonstige Kontaktdaten angeben. Ferner war eine Unterschrift des Teilnehmers vorgesehen. Lediglich bei unter 15jährigen sollten die gesetzlichen Vertreter des Teilnehmers unterschreiben. Mit einer ebenfalls auf der Karte abgedruckten Erklärung sollten die Teilnehmer in eine Speicherung und Nutzung der abgefragten Daten für den Zweck einwilligen, über Leistungen der Krankenkasse informiert und beraten zu werden ...

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