Bei eBay verkaufen: Noch privat oder schon gewerblich?

„Abmahnung“, ein unschönes Wort. Hört sich schon nicht gut an, und erst recht mag es niemand mehr, seit es täglich zu tausenden in Papierform von der Post in die Briefkästen zumeist verwunderter Adressaten befördert wird und aktuell wieder eBay-Händler trifft, denen vorgehalten wird, ihre Verkäufe seien gewerblicher Natur.

Etymologisch steckt hinter der Abmahnung das mittelhochdeutsche „manen“, von dessen Bedeutungen „überlegen, denken, vorhaben, erregt sein, sich begeistern“ im rechtlichen Kontext des Worts am besten „erregt sein“ im Sinne von „aufgeregt sein, toben, rasen“ passt, zumal das etymologische Wörterbuch aus dem Hause Duden (2. Auflage, Mannheim u.a. 1989) ohnehin einen Zusammenhang zwischen „mahnen“ und dem griechischen „mania“ sieht.

Das ist vielleicht etymologisch korrekt, im Leben meist übertrieben, regelmäßig jedoch zumindest so, dass die eine Seite erbost ist wegen des Verhaltens der anderen und einen Rechtsanwalt beauftragt, das konkrete Verhalten zu beanstanden und zu seiner Änderung aufzufordern. Gegebenenfalls sogar massenhaft, weil der Ärger immens ist und viele Störer betrifft. Wer dabei an kollusives Verhalten zwischen Mandant und Rechtsanwalt denkt, denkt bestimmt Böses.

Das Phänomen Massenabmahnung hat aber auch eine andere Seite. Wie im Falle von eBay-Verkäufen geschehen Rechtsverletzungen häufig aus Unkenntnis oder in der Annahme, das schon alles irgendwie gut gehen wird. Natürlich hat es Vorteile, bei eBay als privater Verkäufer aufzutreten, allein schon der Gewährleistung und der Transportgefahr wegen, und auch die Verbraucherschutzvorschriften, die in diesem Fall nicht zu beachten sind, tragen ebenso zu Risikoverhalten bei wie die fehlende Umsatzsteuerpflicht. Das geht aber nur solange gut, bis die erste Abmahnung eintrifft ...

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