(Rechts-)Wissenschaft sui generis?

In Hamburg sprach ich am Freitag über Möglichkeiten und Grenzen rechtswissenschaftlichen Bloggens. Der Arbeitskreis “Junge Wissenschaft im Öffentlichen Recht e.V.” (JuWiss) hatte mich eingeladen, vor einem kommunikationsfreudigen Kreis deutschsprachiger Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler über meine Erfahrungen mit der juristischen Blogosphäre im Allgemeinen und mit dem Verfassungsblog im Besonderen zu referieren. Und zu diskutieren. Das war immens lehrreich. Mit von der Partie waren als Referierende auch die Kommunikationswissenschaftlerin Nele Heise vom Hamburger Hans-Bredow-Institut und der geschätzte Kollege Thorsten Thiel vom Theorieblog, dessen informative slides man hier angucken kann.

Wer sich mit den Möglichkeiten und Grenzen rechtswissenschaftlichen Bloggens beschäftigt, der kommt um die alte und doch immer neue und unerschöpfliche Frage nach der Wissenschaftlichkeit der Rechtswissenschaft nicht herum. Um innovative Forschung, reflektierte Praxis, intradisziplinären Diskurs und transdisziplinäre Kooperationsfähigkeit unter Juristen zu stärken, lohnt es sich, über neue Formen der Wissenschaftskommunikation nachzudenken – und diese zu erproben. Graue Theorie allein nützt nicht viel. Darum haben wir vor einem Jahr die Kooperation des Verfassungsblogs mit Recht im Kontext begründet. Welche Gründe und Erwartungen sich damit verbanden, ist hier und hier nachzulesen. Was dann geschah, darüber sprechen die Verfassungsblogger hier.

Die virtuelle Öffentlichkeit im Netz lässt sich nicht gegen Fachzeitschriften, Monographien und Tagespresse ausspielen. Rechtswissenschaftliches Bloggen ist darum eine Kommunikationsform sui generis – nicht “weniger” als ein Fachaufsatz und “mehr” als ein journalistischer Beitrag, sondern eben etwas ganz anderes, eine eigene Form mit eigenen Anforderungen und Qualitätskriterien ...

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